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Teichwirtschaft Hoffmann in Güssing PDF Drucken E-Mail

Fischzucht und Naturschutz zugleich

 

Ein gesunder Fisch für den Weihnachtstisch aus intaktem Ökosystem

Die heutige Teichanlage am Fuße der Burg Güssing wurde in den Jahren 1905 bis 1919 von ungarischen Teichbauern angelegt. Der Großvater des heutigen Eigners Rudolf Hoff­mann kaufte die Teichwirtschaft Ende der 20er­Jahre.

Rudolf Hoffmann mit einem Spiegelkarpfen am Fuße der Burg. Foto: privat

 

 

Die Teiche haben eine Wasserfläche von ca. 60 ha und werden über eine eigene Wehranlag vom Zickenbach gespeist, der Abfluß erfolgt in die Strem. Die extensiv bewirtschaftete Teichanlage besteht aus 4 Sommer- und 7 Winterteichen, das sind kleine Teiche zum Aufbewahren der sortierten Fische, um sie jederzeit zum Verkauf bereit zu haben. Gezüchtet werden überwiegend Karpfen. In jedem Teich gibt es andere Nebenfische dazu, wie z.B. den Wels, den Hecht und den Zander. Gefüttert wird ab einer Wassertemperatur von

Ein 2-3-jähriger Hecht, Räuber und Gesundheitspolizei.

Foto: privat

ca. 15 Grad C. Damit die Karpfen die Futtergerste auch richtig verwerten können, ist das Vorhandensein von Naturnahrung (Plankton) Voraussetzung. Raubfische wie Hechte und Zander benötigen Kleinfische als Nahrung. Der Wachstumsprozess für einen Speisekarpfen dauert 3 Jahre, einige Exemplare werden bis zu 12 Jahren immer wieder eingesetzt. Im Oktober wird das Wasser jedes Jahr soweit abgelassen, dass sich die Fische an der tiefsten Stelle des Teiches sammeln. Dann werden sie mit einem langen Zugnetz abgefischt und nach Art und Größe sortiert. Die kleinen Fische werden als Besatz für das nächste Jahr verwendet, die Größeren werden heute hauptsächlich an Fischereivereine (v.a. an die Alte Donau und das Heustadlwasser in Wien) und zahlreiche Sportfischer-Anlagen im Süden Wiens geliefert und vorort auch im Detail verkauft
(siehe Kasten).

Die Güssinger Fischteiche sind aber nicht nur für die Fischproduktion interessant. Eine vielfältige Vogelwelt, vom Eisvogel über den Silberreiher bis zum Seeadler findet man hier und Naturliebhaber erfreuen sich auch an etlichen pflanzlichen Raritäten wie z. B. der Wassernuss. Besondere Bedeutung kommt den Teichen auch als Laichplatz für Kröten und Frösche zu.
Ein zunehmendes Problem bilden die derzeit vier Fischottern-Populationen und die ständig wachsende Zahl an Kormoranen, die immensen Schaden an den Fischkulturen anrichten.

Rudolf Hoffmann dazu: „Wir haben uns mit der Natur arrangiert und akzeptieren diesen natürlichen Abgang. Unser Motto lautet eben ‚Leben und leben lassen‘.“

 

 
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